The smarter E 2026: Von Einzelkomponenten zu Systemlösungen

Wind, Photovoltaik, Speicher und Netzanbindung wachsen zusammen. Die Messe in München zeigt, warum Energieinfrastruktur ganzheitlich gedacht werden muss.

Drei Messetage in München, zahlreiche Gespräche und ein klares Bild: Die Anforderungen an die Energieinfrastruktur verändern sich. Während in den vergangenen Jahren vor allem der Ausbau von Wind und Photovoltaik im Fokus stand, rücken zunehmend Batteriespeicher, leistungsfähige Netzanbindungen und die Höchstspannungsebene in den Mittelpunkt.

Genau diese Entwicklung hat auch die Gespräche auf der The smarter E 2026 geprägt.

Als WT Unternehmensgruppe haben wir unsere Kompetenzen in diesem Jahr erstmals noch stärker als zusammenhängendes System präsentiert. WT Energiesysteme, WT Energiespeicher und EAS Energiesystemtechnik bilden dabei unterschiedliche Bereiche der Energieinfrastruktur ab. Von der Netzanbindung über Batteriespeicher bis hin zum Schaltschrankbau können Projekte ganzheitlich betrachtet und Lösungen aus einer Hand umgesetzt werden.

Auch unsere Schaltschrank Spezialisten von EAS Energiesystemtechnik waren in München dabei. Ronald Metzig beschreibt den Schwerpunkt des Unternehmens so:

„Gerade bei kleineren oder sehr individuellen Projekten können wir unsere Stärken ausspielen. Mit unserer Flexibilität und unserem Leistungsportfolio finden wir Lösungen, die für viele große Anbieter oft nicht im Fokus stehen.“

Netzinfrastruktur wird zum entscheidenden Faktor

Ein zentrales Thema der Messe war die Frage, wie erneuerbare Energie künftig zuverlässig in das Stromnetz integriert werden kann. Denn bevor Wind und Photovoltaik ins Netz eingespeist werden können, braucht es die entsprechende Netzanbindung.

Damit steigen auch die Anforderungen an die Planung und Umsetzung von Umspannwerken. Robert Stefaniak beschreibt den Umfang dieser Aufgaben:

„Wir übernehmen die Planung für ihn, die komplette Abstimmung mit den Energieversorgern, mit allen Beteiligten, und Ämtern, die dazu notwendig sind.“

Die Umsetzung eines Umspannwerks umfasst damit weit mehr als die technische Anlage selbst. Genehmigungen, Netzanschlüsse, Abstimmungen mit Behörden und die Koordination zahlreicher Projektbeteiligter sind wesentliche Bestandteile eines solchen Infrastrukturprojekts.

Gleichzeitig verschieben sich die Anforderungen an die Spannungsebenen. Immer mehr Projekte bewegen sich in Leistungsbereichen von 500 MW und darüber. Solche Leistungen können nicht mehr allein über die Verteilnetze integriert werden. Damit gewinnt die 380 kV Ebene zunehmend an Bedeutung.

Henriko Peplow beschreibt die Rolle der Höchstspannungsebene so:

„Die 380-kV-Umspannwerke, die darf man verstehen als Autobahn für uns in der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Energiewende.“

Um die eigenen Kompetenzen in diesem Bereich gezielt auszubauen, hat WT Energiesysteme in Rostock einen eigenen 380 kV Hub aufgebaut. Dort wird Know how für Höchstspannungsprojekte gebündelt. Ziel ist es, auch auf dieser Spannungsebene EPC Leistungen von der Konzeptfindung und Planung über die Abstimmung mit Netzbetreibern bis hin zur schlüsselfertigen Realisierung anzubieten.

Dass diese Entwicklung bereits konkrete Formen annimmt, zeigen die ersten Projekte. Aktuell befinden sich zwei 380 kV Umspannwerke im Netzgebiet von 50Hertz in der Umsetzung. Die Konzeptphase ist abgeschlossen, die Schlüsselkomponenten befinden sich bereits in der Fertigung.

Für Henriko Peplow liegt eine zentrale Herausforderung solcher Projekte in der Abstimmung aller Beteiligten:

„Diese Umspannwerke müssen in enger Zusammenarbeit mit den Energieerzeugern und den Netzbetreibern, die für die Versorgungssicherheit zuständig sind, kommunizieren und die Systeme miteinander abstimmen, sodass auch bei der Integration neuer Erzeugungsanlagen Stabilität und Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben.“

Batteriespeicher gewinnen an Bedeutung

Neben der Netzinfrastruktur war Batteriespeicherung eines der prägenden Themen der Messe. Erneuerbare Energie soll künftig nicht nur erzeugt, sondern auch flexibler nutzbar gemacht werden. Batteriespeicher können überschüssige Energie aufnehmen, zeitversetzt wieder bereitstellen und damit einen Beitrag zur Stabilisierung des Energiesystems leisten.

Mit der Erweiterung unseres Portfolios um den Geschäftsbereich WT Energiespeicher haben wir auf diese Entwicklung reagiert und unsere Kompetenzen entlang der Energieinfrastruktur ausgebaut.

Heiko Richter beschreibt eine zentrale Herausforderung des aktuellen Marktes:

„Derzeit ist es so, dass die Anfrage nach Netzanschlüssen die Möglichkeiten des Netzes deutlich überschreiten.“

Die hohe Nachfrage nach Batteriespeichern, erneuerbaren Erzeugungsanlagen und neuen Großverbrauchern wie Rechenzentren trifft vielerorts auf begrenzte Netzkapazitäten. Damit wird der Netzanschluss zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die erfolgreiche Umsetzung neuer Projekte.

Genau hier greifen die verschiedenen Kompetenzen der WT Unternehmensgruppe ineinander. Netzanbindung und Batteriespeicher können gemeinsam gedacht werden. Planung, Umsetzung und die Abstimmung der Schnittstellen erfolgen aus einer Hand.

Energieinfrastruktur ganzheitlich denken

Die Gespräche auf der The smarter E 2026 haben damit eine Entwicklung bestätigt, die sich in der gesamten Branche zeigt: Energieinfrastruktur lässt sich zunehmend nicht mehr isoliert betrachten.

Wind und Photovoltaik, Batteriespeicher, Umspannwerke und Höchstspannungsnetze stehen in einem direkten Zusammenhang. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Planung, Netzanschluss, Digitalisierung und die Abstimmung zwischen den verschiedenen Projektbeteiligten.

Genau deshalb präsentierte sich die WT Unternehmensgruppe auf der Messe mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen gemeinsam an einem Stand. WT Energiesysteme, WT Energiespeicher und EAS Energiesystemtechnik decken dabei verschiedene Bereiche entlang der Energieinfrastruktur ab.

Die The smarter E 2026 hat gezeigt, wie dynamisch sich der Markt entwickelt und welche Aufgaben mit der zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte verbunden sind.

Für uns ist das eine klare Bestätigung unseres Ansatzes: Energieinfrastruktur muss ganzheitlich gedacht werden. Nicht als Zusammenspiel einzelner Komponenten, sondern als integriertes System aus Netzanbindung, Umspannwerken, Batteriespeichern und intelligenter Infrastruktur.

Vielen Dank an alle Besucher, Kunden, Partner und Kolleginnen und Kollegen für die zahlreichen Gespräche und den fachlichen Austausch auf der The smarter E 2026.